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Leise rieselt der Schnee: Der Krimi-AdventskalenderBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 5,28 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548269729, Erscheinungsdatum: November 2008 |
Aus der Amazon.de-RedaktionEin Adventskalender der besonderen Art: 24 Kurzkrimis von 24 verschiedenen Autorinnen, das dürfte die ohnehin spannende Zeit bis zum Fest der Liebe nun wahrlich noch fesselnder gestalten. Mit „morbiden Gedanken“ spinnen Verbrecher, Betrüger und Mörder zielstrebig ihr Netz um „perfekte Mordopfer“. Kurz, kurzweilig und ganz schön kriminell! „Haben Sie auch schon einmal überlegt, was Sie mit der Leiche anstellen würden?...Man könnte die Einzelteile eines Toten einfach ihn alle Welt verschicken.“ Mörderische Pläne, ausgeheckt von so arglos scheinenden Zeitgenossen. Und wenn sich der Weihnachtsmann „mit einer für seine Leibesfülle erstaunlichen Geschwindigkeit ins Zimmer geschoben und die Tür zum Korridor geräuschlos hinter sich geschlossen“ hat, heißt das noch lange nicht, dass er in friedlicher Weihnachtsmission kommt! Eine herrliche Mischung und eine prima Alternative zu allzu rührseliger Adventsstimmung. Ein attraktives Buch, das für ein paar Wochen zum Begleiter wird, für so eine Geschichte ist allemal Zeit, auch im Weihnachtsstress! Hübsche Idee der Autorinnen und der Herausgeberin Gisa Klönne: jede Geschichte ist mit dem Titel eines Weihnachtsliedes überschrieben, gaukelt heile Welt vor, die sich dann aber auf jeweils nur wenigen Seiten als alles andere als heil und harmonisch herauskristallisiert. „Morgen kommt der Weihnachtsmann“...na, ja, wer’s denn glaubt, zumal aus der Küche ein seltsam „süßlicher Fleischgeruch“ wehte... Allesamt, auch das ein Pluspunkt für das Buch, sind es bisher unveröffentlichte Geschichten, viele der Autorinnen sind bekannt, wie Gisa Klönne selbst, daneben Jutta Wilbertz, Ursula Steck oder Christa von Bernuth. Und einen literarischen Hang zum Kriminellen haben sie alle. „Ich unterdrückte das Zittern meiner Hand, in der ich jetzt die Pistole halte.“ Na dann: „Fröhliche Weihnachten überall“.--Barbara Wegmann 5 Kundenrezensionen:Stimmungshemmer 3 von 5 PunktenWer Weihnachten liebt, sollte den Adventskalender-Krimi " Leise rieselt der Schnee", von der Herausgeberin Gisa Klönne, besser nicht lesen. Fast alle Kurzgeschichten handeln von frustrierten Menschen, die das Fest und alles drum herum hassen. Teils verkappte alleinstehende Personen, die aus ihrer schlechten Laune heraus Morde begehen. Hauptsächlich sind es die (armen)Männer, die Teils völlig unschuldig, meist sehr nett, nur sich leider, zur falschen Zeit am falschen Ort befinden. Nur lustig war die Geschichte mit dem Einbrecher, der seine Beute zurücklassen musste. Doch überwiegend morden Frauen, nachzulesen auf den vorletzten Seiten und nehmen sich auf der Letzten, entweder das Leben oder stellen fest, dass sie den Falschen umgebracht haben. Da aber das Taschenbuch auf Platz 1 der Bestsellerliste steht, muss ich wohl was falsch verstanden haben. Mal was anderes 5 von 5 PunktenEndlich nicht immer nur Geschichten, wo alles friedlich und harmonisch abläuft, ein wirklich geniales Buch und eine super Geschenksidee, oder einfach zum Selber schenken!! Der Adventkalender ist eindeutig zu kurz .... 5 von 5 PunktenLeider hat das Buch nur 24 Kurzgeschichten, also für jeden Tag im Advent eine. Ich hatte mir auch ganz fest vorgenommen, wirklich nur eine Geschichte am Tag zu lesen.....am dritten war dann der Spass vorbei und ich hab eine Geschichte nach der anderen "verschlungen" (so wie als kleines Kind, wenn man einfach nicht begreifen wollte das es nur ein Kästchen zum Aufmachen gibt, aber ihr kennt das ja ;-)) Die Geschichten sind witzig und spannend geschrieben und die Titel sind immer nach bekannten Weihnachtsliedern gewählt. Alles in allem ein super Buch. Es eignet sich aber also vor allem für "Lesefaule" die gerade mal eine Kurzgeschichte schaffen, aber wer weiß, vielleicht können sich die dann auch nicht mehr "bremsen"..... enttäuscht vom Adventskalender 3 von 5 PunktenLeider habe ich von einem Kalender was anderes erwartet... Die Geschichten mögen zwar ganz nett sein, aber bei einem Kalender geht es doch ums Türchen aufmachen! Hier gibts nur 24 Geschichten, die man nacheinander lesen kann, das finde ich wirklich sehr schade. Ich bin begeistert! 5 von 5 PunktenIn der Vorweihnachtszeit ist es immer dasselbe. Stress, Hektik und keine Zeit für garnichts. Außerdem braucht man tausend Geschenke für mindestens zweitausend Menschen, die einem wert und teuer sind. Die Geschenke allerdings sollten weniger teuer, dafür aber umso origineller ausfallen. Da kommt mir dieses Buch gerade recht. Ich selbst habe es (das muss ich gestehen) an drei Abenden ausgelesen, das liegt aber sicherlich nur daran, dass ich schon vor der Adventszeit damit angefangen habe. Also, um es kurz zu machen: Wenn Sie eine Krimifan kennen, von dem sie nicht so genau wissen, welche Sorte er bevorzugt (es ist in diesem Metier ja wie mit den Pralinen, man kann sich schon sehr vertun ...), dann greifen Sie hier zu. Es lohnt sich. |
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Der Seelenbrecher von Sebastian FitzekGebundene Ausgabe von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 4,89 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426637928, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionEine psychiatrische Klinik, durch einen Wintersturm von der Außenwelt abgeschnitten, beunruhigende Meldungen über einen Mann, der Frauen innerlich bricht, ein Protagonist, der die Erinnerung an sich und seine Vergangenheit verloren hat. Das sind die Zutaten zu Sebastian Fitzeks packendem neuen Thriller, der einmal mehr nichts für schwache Nerven ist. Im Mittelpunkt des Romans steht "Caspar", ein junger Mann mit totaler Amnesie. Erst nach und nach lernt er sich selbst näher kennen. Dabei sind die Dinge, an die er sich erinnert, mindestens so unheimlich wie die Gegenwart, in der er nach einem Unfall in die einsam gelegene Klinik eingeliefert wird. Gibt es eine Verbindung zum "Seelenbrecher", und was eigentlich tut er seinen Opfern an, jungen Frauen, die über kurz oder lang nach der Begegnung sterben? Jahre nach den Ereignissen in der Klinik recherchieren Studenten in einer Krankenakte, die Klarheit bringen soll. Angeleitet werden sie dabei von einem Professor, den ein dunkles Geheimnis zu umgeben scheint. Es dauert nicht lange, und die Studenten geraten in den Sog der unheimlichen Schilderungen. In Rückblenden entfaltet Sebastian Fitzek seine Geschichte, die wie gemacht ist für eine filmische "Übersetzung". Dabei spielt er erneut seine Fähigkeiten aus, spannend zu erzählen und Fährten zu legen, denen der Leser vorsichtig folgt, um diese später wieder zu verwischen. Dabei zieht der Autor alle Register, die nötig sind für einen Psychoschocker der Extraklasse. Und in dem Moment, da alles klar zu sein scheint, setzt Fitzek zu einem furiosen Finale an... Sebastian Fitzek, noch immer als Jungstar des Psychothrillers gehandelt, hat mit Der Seelenbrecher bereits sein viertes Buch vorgelegt. Mit den Vorgängerbänden Die Therapie oder zuletzt Das Kind hat er sich längst eine treue Fangemeinde gesichert -- die mit seinem neuen Band weiter wachsen dürfte. --Mathias Voigt, Literaturtest 5 Kundenrezensionen:??? 1 von 5 PunktenLeider kann der Seelenbrecher weder an "die Therapie" noch an "Amokspiel" anschließen, was Spannung und raffinierte Unterhaltung betrifft. Die Handlung ist größtenteils wirr - was die Rahmenhandlung betrifft, deren Notwendigkeit hab ich überhaupt nicht kapiert. Warum ausgerechnet derjenige der Seelenbrecher ist, den uns Fitzek als Seelenbrecher verkauft, hat sich mir auch nicht erschlossen. Schade. Spitze 5 von 5 PunktenDa ich nichts verraten möchte, werde ich nicht viele Worte machen... Spannend, fesselnd, unerwartet, rätselhaft Wenn man sich die Mühe macht, die Rätsel während des Lesens zu lösen, hat die Chance, das Ende zu 90 % zu wissen (also nicht nur für Leseratten geeignet, sondern auch für Adventurefans, die eigentlich nicht so gerne lesen) Von Anfang an Spannung pur 5 von 5 PunktenIch bin einfach nur total überrascht. Ich habe vor 5 Minuten das Buch zu ende gelesen, und bin einfach nur überwältigt. Meine Rezension ist deshalb auch nicht sonderlich ausführlich. Ich kann Ihnen nur versprechen, dass sie mit dem Buch wirklich , auch wenn Sie nicht Fan dieses Genre's sind, zufrieden sein werden. Das Buch bietet viele Wendepunkte und zwingt den Leser unweigerlich zum Grübeln. Das Ende ist meiner meinung nach unglaublich gut. Kann es nur weiterempfehlen ! Ganz unterhaltsam, aber schlicht gestrickt 3 von 5 PunktenHm, ja, was schreibt man zu dem Buch. Gelesen hab ich es in einem Tag, was wohl eher daran liegt, dass es groß geschriebene, flüssig zu lesende 350 Seiten sind. Man muß keineswegs seine Nächte hiermit verbringen... Der Autor schreibt durchaus spannend und hat einige interessante Wendungen und Ideen parat. Allerdings fehlt der große Rahmen. Die Geschichte mit den Studenten ist komplett überflüssig und eigetnlich nur Seitenfüller. Das wäre noch vertretbar, aber leider sind auch die Motive des Seelenbrechers und die ganze Hintergrundgeschichte derart überzogen und unglaubwürdig, dass das Ende etwas enttäuschend ist. Zwar ein toller Twist, aber zu flach für den Spannungsbogen. Der Seelenbrecher hätte schon ein bißchen mehr Komplexität vertragen und ein weniger schlichtes und unglaubwürdiges Motiv gebrauchen können. Schön wäre auch gewesen, wenn die Hauptperson weniger persönlich in die Geschichte des Seelenbrechers involviert gewesen wäre. Eine flüssig geschriebene nette Unterhaltung, aber etwas komplexer darf es schon sein und hätte gutgetan. In einer Nach durchgelesen 5 von 5 PunktenIch habe bis jetzt alle Bücher von Ihm gelesen und war super begeistert, bis das Buch kam "Das Kind", von diesem Buch war ich sehr enttäuscht. Deshalb wusste ich nicht recht, ob ich den "Seelenbrecher" kaufen sollte. Habe es getan und das war auch gut so. Ein super spannendes Buch, man kann es nicht weglegen, ich habe es in einer Nacht durchgelesen, obwohl man es lieber nachts nicht lesen sollte. Super klasse Buch mit einer ein bischen verwirrenden Story, wie immer eben bei Sebastian Fitzek. |
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Doch die Sünde ist scharlachrot: Ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth GeorgeGebundene Ausgabe von BlanvaletPreis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 24,90 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3764502428, Erscheinungsdatum: November 2008 |
5 Kundenrezensionen:lauwarme George-Kost 1 von 5 PunktenDieses Buch ist kein typisches George-Buch. Um eine recht unüberschaubare, langwierige, einfach gestrickte, eigentlich auch unspannende Mordgeschichte ranken sich viele darin verwobene Nebenschauplätze, die für die Protagonisten im Happyend enden, wogegen der Mord an sich ungesühnt bleibt, bleiben muss. Lynley und Havers sind absolute Randfiguren. Mich hat hier eigentlich nur der Großvater von Tammy überzeugt, der Rest war recht lauwarm dargestellt. Auch die Länge, mit der George sich einzelnene Charakteren widmet, trug nicht unbedingt zur Erhellung derselben bei. Als ob jemand anderes dieses Buch geschrieben hätte - nicht Elisabeth George.Doch die Sünde ist scharlachrot: Ein Inspector-Lynley-Roman Ich war enttäuscht. doch die sünde ist scharlach rot 2 von 5 PunktenVon dem Buch davor war ich schon sehr enttäuscht. Doch das jetzige übertrifft alles! Sexbessene Frauen (eine als Kind missbraucht), zwei Söhne, die nichts taugen - wie ihre Väter meinen (warum eigentlich gleich beide?), eine Frau die ihre wahre Herkunft verschleiert. Töchter am Leben leidend, eine andere geht dann auch noch ins Kloster. Ein einsamer Wanderer ohne Brot und Geld, aber alles überlebend. Jede Menge Surfbeschreibung - habe ich was vergessen? Da hätte ich mir doch gleich eine Pilcher oder noch besser Courths-Mahler gekauft oder den nächsten Surfkurs gebucht. Das Buch war für mich nur wirr und daher eine Zumutung. Die zwei Sterne gebe ich auch nur als Hochachtung für die ersten Bücher von Elizabeth George. Mörderische Liebe 4 von 5 PunktenEigentlich ist der neue Roman von Elisabeth George "Doch die Sünde ist scharlachrot" ein Buch über die Liebe - über die Liebe in all ihren Formen und darüber, wozu die Liebe Menschen bringt. Es geht um das Thema "Loslassen einer Liebe", denn es ist ausgerechnet der verzweifelte und nach dem Mord an seiner schwangeren Frau Helen mit seinen Gefühlen am Abgrund stehende Inspector Lynley, der den jungen Santo Kerne tot am Fuß einer Klippe findet - offensichtlich beim Klettern abgestürzt. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Absturz Mord war, denn seine Kletterausrüstung wurde manipuliert. Es geht um das Thema "Familienliebe" bei der Tatverdächtigten Daidre Trahair, in deren der Klippe am nächsten gelegenen Wochenendhaus Lynley einbricht, um die Polizei zu rufen. Es geht um die Suche nach Liebe bei der mit den Ermittlungen beauftragten, geschiedenen Detective Inspector Bea Hannaford, die Lynley und später dann auch seine Partnerin Barbara Havers zur Unterstützung einfordert. Und es geht um viele weitere Formen und Auswüchse der Liebe, denn der Tote hatte seine Freundinnen gewechselt, wie andere Menschen ihre Unterhosen. Seine Ex-Freundin Madlyn Angarrack war schwanger von ihm, als er sie verliess. Dellen, die Mutter von Santos, ist offensichtlich sexsüchtig, seine Schwester Kerra zweifelt an ihrer Liebe zu ihrem Verlobten Alan Cheston. Der Großvater der bei ihm lebenden junge Tammy, zweifelt und verzweifelt an ihrer scheinbar übertriebenen liebe zu Gott. Und letztendlich stellt sich auch der Mord als eine Tat der Liebe heraus. Gewohnt atmosphärisch dicht beschreibt Elisabeth George Landschaft, Szenen und Menschen in ihrem neuen Lynley-Roman. Und sie bietet auf den rund 760 Seiten nicht nur leichte Kost, denn sie schaut tief in die Abgründe von Liebe und Familiengeist. Doch es gelingt ihr dabei fast immer, zu fesseln und die Frage nach Mörder und Motiv bleibt lange auch für den Leser im Ungewissen. Mittlerweile fast typisch für ihren Schreibstil ist dann das überaus frustrierende und desillusionierende Ende, das jedoch gerade wegen seines fehlenden Happy Ends besticht. George gelingt es trotz ihrer verschlungenen Handlungspfade eine in sich glatte und konsequente Story aufzubauen. Als Leser fiebert und rätselt man mit und lässt sich nur allzu bereitwillig mit den Ermittlern auf falsche Fährten locken oder im Dunklen tappen. Leider hat aber "Doch die Sünde ist scharlachrot" dort ihre Schwächen, wo es sich um die Hauptperson, Thomas Lynley, dreht. Sein Wandel vom am Boden zerstörten menschlichen Wrack, das dem Selbstmord näher als dem Leben entlang der Küsten Cornwalls wandert und dort auf die Leiche Santos stößt, hin zu dem annähernd alten genialen Inspector verläuft einfach zu schnell, zu offensichtlich konstruiert und glatt. Doch nichts desto trotz dürften die von ihrem Ausflug in die Milieustudie jugendlicher Kriminalität und Abgründe bei "Am Ende war die Tat" enttäuschten Lynley Fans zufrieden sein, denn abgesehen von dem oben beschriebenen Wermutstropfen ist "Doch die Sünde ist scharlachrot" ein typischer und wahrhaft spannender Inspector-Lynley-Roman, der allerbestes lesevergnügen garantiert. verwirrend 3 von 5 PunktenIch bin eigentlich ein großer E. Georgefan und habe mich auf den neuen Roman schon einige Zeit vorher gefreut. Irgendwie fand ich ihn verwirrend und enttäuschend- Viel zu langatmig und im Endeffekt enttäuschend 2 von 5 PunktenAls Elizabeth-George Fan der ersten Stunde habe ich ihre Romane mit wachsender Begeisterung gelesen, habe jedoch schon vorher einen ausgepägten Hang zum ausschweifen bemerkt. Dies mögen manche als "psychologisch ausgefeilt" empfinden, für mich entstanden -und ist eben leider auch hier entstanden - viele Nebenschauplätze, und die Handlung wird zäh und auch langweilig. Mit großer Spannung hat man natürlich die Rückkehr von Lynley "ins normale Leben" erwartet, und die Szenen um ihn gehören auch zu den besten im Buch. Im großen und ganzen ist es aber leider eine verworrene Geschichte, die sich in Einzeldarstellungen, die man gar nicht wissen möchte, verliert, und krude psychologische Profile viele unsympathischer bietet. Ich mag ausführliche erzählte Geschichten, aber ab Seite 400 (gefühlte 700!) habe ich tatsächlich das Intresse verloren und musste mich zum Weiterlesen zwingen. |
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Kalte Asche von Simon BeckettTaschenbuch von Rowohlt Tb.Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,00 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499241951, Erscheinungsdatum: August 2008, Auflage: 5., Aufl. |
Aus der Amazon.de-RedaktionMerkwürdig sieht die verbrannte Leiche aus, die der forensische Anthropologe David Hunter auf der abgelegenen Hebriden-Insel Runa zu Gesicht bekommt. Durch die unglaubliche Hitze des Feuers ist sie fast gänzlich zu Asche zerfallen -- bis auf Beine und Füße, die fast unversehrt in den Raum ragen. Auch in der Umgebung des unmittelbaren Tatorts hat das Feuer kaum Schaden angerichtet: anders als wenig später, als das Gemeindehaus der Insel, ein Wohnwagen mitsamt des darin wachenden Polizisten und ein Boot inklusive einer allzu neugierigen Reporterin in Flammen aufgehen. Denn auf Runa treibt ein unheimlicher Mörder sein Unwesen, der im Schatten des Rauchs seine dunkle Vergangenheit verbergen will. Bei der Suche nach der Wahrheit sind David Hunter, der Dorfpolizist und sein pensionierter Kollege ganz auf sich allein gestellt. Nach einem Sturm ist Runa von der Außenwelt abgeschnitten... Konzentriere dich auf das Rätsel! lautet ein Motto Hunters. Simon Beckett, der mit dem Bestseller Die Chemie des Todes einen sensationellen Durchbruch erlebte, hält sich in Kalte Asche nicht an diese Devise. Viel Zeit braucht er, bis seine Geschichte in die Gänge kommt. Und viel Zeit braucht er auch, um seine Figuren zu entwickeln: So lange, bis sie dem Leser -- ebenso wie Hunter -- sympathisch oder eben unsympathisch geworden sind. Diese Taktik erweist sich im Verlauf der Handlung als geschickter Schachzug. Denn auf diese Weise kann man quasi hautnah miterleben, wie schwer dem Forensiker, der schon in Die Chemie des Todes der Hauptheld war, diesmal die Ermittlungen fallen. Denn die Leichen sind eben keine bloßen Leichen mehr, die er auf den Seziertisch bekommt, sondern sie waren einmal, wenn auch entfernte, Bekannte. So raubt die Geschichte, die Elemente des Kammerspiels und des Schauerromans mit einbezieht, bis zum dramatischen Ende ihren Lesern doch das ein oder andere Mal den Atem. Kalt jedenfalls lässt der spannende Roman einen nicht. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de 5 Kundenrezensionen:Eine Geschichte - 2 Bücher! 1 von 5 PunktenHabe grade das Buch zu Ende gelesen und bin sehr enttäuscht! War gefesselt vom ersten Teil und habe ich mit Freude an den Zweiten gemacht, nur um festzustellen, dass schon der Hintergrund der Geschichte praktisch gleich ist. Ohne zuviel verraten zu wollen: Bereits nach 30 Seiten habe ich jemanden als den Mörder ausgeschlossen, weil ich dachte, dass kein Autor denselben Plot zweimal verwendet. Falsch gedacht! Eigentlich dann doch ganz geschickt vom Autor... Man kann ihm ja nicht böse sein 3 von 5 Punktendem Herrn Beckett, weil er mir David Hunter fast als einen alten Bekannten ans Herz schreibt und uns hier im vorliegenden Fall eine ungemütliche Stimmung schafft, die es noch auf der Couch zugig frösteln lässt. Aber dennoch: nachdem er sich in seinem Debüt "Chemie des Todes" total vergaloppiert hat bei einem echt absurden Ende und mir den vorherigen Spaß an dem Buch ein wenig genommen hatte, ist das Ende hier zwar besser (herrlich: er zaubert sogar eine echte Überraschung am Ende!!) gelöst, doch das Motiv und damit auch das Profil der Täter bleiben reichlich schwammig und mir ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Und: reichen nicht ein oder zwei Leichen, um die man eine Geschichte spinnen kann? Und auch: das Ende lässt nicht nur vermuten, dass es ein nächstes Buch gibt, sondern macht es wohl zwingend erforderlich und ich als Serienverweigerer bin genervt und frage mich, ob das eigentlich ansteckend ist mit diesen Fortsetzungen... Schreib doch mal was anderes, ich mag ja von Dir lesen, Simon!! Wieder: spannend, überraschend...Kino im Kopf 5 von 5 PunktenNachdem ich "Chemie des Todes" durch hatte, musste sofort die Fortsetzung her. Wenn Beckett es schafft, wieder die Spannungskurve kontinuierlich hoch zu halten und mich wieder am Ende überrascht, dachte ich, dann hat er einen neuen Stammleser. Ich wurde nicht enttäuscht. Ganz abgesehen davon schafft Beckett es, ein unglaublich realistisches "Kino im Kopf" bei mir auszulösen... ich lese die Zeilen nicht, ich SEHE die Handlung vor mir, jedes Gesicht der Beteilgten, jede Regung, verschiedene Kameraperspektiven, Schnitte... das ist fast schon unheimlich! Großes Lob: tolle Story, gut geschrieben (auch wenn ich wie bei "Chemie..." bereits nach der Hälfte des Buches eine Ahnung hatte, wer der Täter ist - und Recht behielt) und Lust-machend auf mehr. Chemie des Todes war besser! 3 von 5 PunktenZiemlich enttäuscht und etwas gequält las ich mich durch das zweite Buch. Chemie des Todes konnte ich schwer aus der Hand legen, aber bei diesem tu ich mich wirklich schwer, mich gefesselt zu fühlen. Ein ganz gutes Buch aber von der Handlung und der Erzählstruktur bei weitem nicht so spannend, wie sein erstes Werk. Einfach nur spannend! 5 von 5 PunktenIm zweiten Roman von Simon Beckett verschlägt es seine Hauptfigur, Dr. David Hunter, auf die schottische Insel Runa. Eine verbrannte Leiche ist in einem verlassenen Cottage gefunden worden. Die Polizei bittet Hunter um Unterstützung. Dann bricht einer der schwersten Stürme über Runa herein. Abgeschnitten von der Aussenwelt geschieht ein weiterer Mord... Es ist faszinierend wie es Beckett gelingt, den Spannungsbogen im Buch gnadenlos aufzubauen. Irgendwann kommt der Punkt, wo man das Buch nicht mehr weglegen kann. Wer spannende Bücher mag, wird dieses Buch lieben. Absolut begeistert bin ich von dem völlig überraschenden Schluss. Aber lesen sie selbst... Vor "Kalte Asche" aber noch "Die Chemie des Todes" lesen. An verschiedenen Stellen nimmt Beckett Bezug auf sein erstes "Hunter"-Buch. |
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Verblendung: Roman von Stieg LarssonBroschiert von HeynePreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3453432452, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
5 Kundenrezensionen:Klasse!! 5 von 5 PunktenBei Stieg Larssons "Verblendung" handelt es sich um einen Thriller, der meiner Ansicht nach durch die Medien gehypt wurde. Ich stehe solchen Büchern zumindest meist kritisch gegenüber, doch in diesem Fall muss ich meine vorgefasste Meinung doch revidieren. Es handelt sich bei diesem Buch um einen Thriller allererster Güte und auch wenn ich die beiden Fortsetzungen noch nicht gelesen habe, bin ich doch schon sehr traurig, dass dieser gute Autor leider zu früh von unserer Erde abgetreten ist. Ein perfekt inszenierter Spannungsbogen, interessante Charaktere, eine fesselnde Story mit vielen überraschenden Wendungen und streitbare moralische Haltungen der Protagonisten machen diesen Thriller komplex und mitreißend. Ein kleiner Wermutstropfen, der bei meiner Bewertung aber nicht sehr ins Gewicht fällt: Mikael Blomquist hat zu viel Sex mit zu wenig Gefühl. Dennoch ein außerordentlich empfehlenswertes Buch! lange Einleitung, danach ein Knaller 3 von 5 PunktenHallo, Durch Band 1 habe ich mich mehr oder weniger durchgequält, zumindest durch die ersten 300 Seiten. Als es dann schliesslich spannend wird ist alles nach ein paar Seiten vorbei. Band 1 sollte man als Einleitung für Band 2 und 3 betrachten, dann ist es auch OK. Band 2 und 3 sind allerdings ein Knaller von der ersten Seite. Wer Geld sparen will kann gleich mit Band 2 beginnen. Der Meister des Nordic Krimis 5 von 5 PunktenStieg Larsson isr der neue König des Nordic krimis, viele hundert Seiten lang schreibt er, aber langweilig wird es einfach nicht, man ist immer wider gespannt auf die nächste Wendung, und dabei ist er sehr geradlinig, verzichtet auf Schnickschnack und bleibt bei der Sache. Einfach toll, man freut sich sofort auf die Fortstzung (auch über 500 Seiten, die ich nur empfehlen kann) ! Spannend 5 von 5 PunktenIch habe dieses Buch im Urlaub gelesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ein spannendes Buch mit symphatischen und etwas anderen Protagonisten... spannend, aber das Ende nicht so doll 4 von 5 Punktenman muß das Buch in quasi zwei "Fälle" teilen, am Anfang ist es etwas unverständlich auch schon wg. der schwedischen Namen und dann beginnt ziemlich schnell die weiterre Geschichte und ist dann auch super-spannend, man möchte das Buch garnicht aus der Hand legen, unverblühmter Ausdruck und wirklich lesenswert, allerdings darf man sich vom Ende nichts Großes versprechen, es knüft am Angang wieder an und der Beginn des Büches ist dann auch geklärt. Für die hauptsächliche Spannung lohnt sich das Lesen aber schon, es ist mal was anderes und ein andere Stil und eine total verrückte Handlung. |
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Verdammnis von Stieg LarssonBroschiert von Heyne VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,46 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3453433173, Erscheinungsdatum: August 2008 |
5 Kundenrezensionen:Trotz sprachlicher Mängel und Übertreibung... 4 von 5 PunktenDie ersten 300 Seiten tat ich mir schwer... mehr oder weniger plätscher, plätscher aber mit Lisbeth eine interessante Figur. Wenn ich mir auch manchmal an den Kopf gelangt habe ob der unglaublichen Fähigkeiten dieser Frau. Gepaart mit überflüssigen, teilweise sogar lächerlichen Details in der Handlungsbeschreibung nervt das! Sinngemäß: "Sie öffnete ihr PowerBook mit 1GB RAM und einem 2GHz Prozessor und doppelklickte auf das Icon Asphyxia 1.3 auf ihrem Desktop" Dazu kommen ständige Wiederholungen von Beschreibungen, die Seiten zuvor in der gleichen Weise schon mal gegeben wurden. Da kommt man sich manchmal echt veräppelt vor. Meine Lieblingsformulierung: "Er/Sie beschrieb einen Halbkreis..." Was für ein Satz! Und dann gleich 5x innerhalb von 20 Seiten. ABER die Geschichte ist einfach gut aufgebaut, schön vertrackt und sehr spannend. Die Charaktere sind extrem aber nachvollziehbar und liebenswert. Ab Seite 300 hat mich das Buch nicht mehr losgelassen! Auf den letzen 100 Seiten Showdown geht es dann nochmal so richtig zur Sache... mit "überraschenden" bis unglaublichen Wendepunkten. Von Realitätsstreben nicht eingeschränkt 5 von 5 PunktenDie Hauptanforderung an einen guten Krimi erfüllt dieses Buch mit Bravour - es ist absolut spannend. Darüber hinaus finde ich die Rahmenhandlung, sowohl was die Recherche um den "Handel" mit Prostituierten betrifft, als auch was die Geschichte um Lisbeth Salander angeht, absolut interessant und gelungen. Larssons Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, der häufige Szenenwechsel verwirrt nicht und trägt dazu bei, dass das Buch lebendig und interessant bleibt. Dass manches an der Geschichte ziemlich fantastisch und konstruiert ist, hat mich nicht im Geringsten gestört. Wenn ich nur Realität will, dann lese ich die Zeitung! Dasselbe gilt für die Charaktere. Wenn es so gut gemacht ist, was soll es dann, dass Lisbeth zum "Supergirl" wird? Und der Frauentyp Mikael Blomkvist ist doch auch ganz nett, oder? Ich freue mich jedenfalls auf die Lektüre von Band 3! Tolle Fortsetzung 5 von 5 PunktenLeider gibt es den dritten Teil noch nicht als Taschenbuch. Dieses Buch ist eine gute Fortsetzung des ersten Bandes und uneingeschränkt lesenswert. Bestenfalls durchschnittlicher Krimi im Drei-Groschen-Format 1 von 5 PunktenUm es vorweg zu nehmen: Der zweite Teil der "Millenium-Trilogie" geht über Durchschnittslektüre nicht hinaus. Der gute Eindruck, den der höchst spannende und düstere erste Band dieser Trilogie ("Verdammnis") hinterlassen hat, wird mit dem zweiten Band restlos eingedampft. Der Leser quält sich durch ca. 270 Seiten bis die Story überhaupt etwas an Fahrt gewinnt. Dabei gewinnt die Erzählung nie an Rhythmus, vielmehr wird der Leser durch unnötig zahlreiche Handlungsstränge geärgert. Die Story ist kontruiert und die Figuren sind flach und einseitig gezeichnet. Im Grunde geht es darum, dass die arme Lisbeth mal so richtig aufräumen darf unter den frauenhassenden Männern. Gleichzeitig begleicht sie ein paar unerledigte Rechnungen aus ihrer Vergangenheit. Sie gerät dabei unter Mordverdacht. Und während sich die Polizei natürlich selten dämlich anstellt, kommt Mikael Blomqvist ein Geistesblitz nach dem anderen und er löst nicht nur den Fall, sondern enthüllt dem Leser dankenswerterweise auch noch Salanders Martyrium in der Kindheit. Nun sind wir im Bilde. Zugegeben ist die Geschichte zuweilen recht fesselnd, erreicht aber nie anständiges Kriminiveau und besticht auch nicht durch besondere sprachliche Leistungen des Autors. Außerdem beginnen die Hauptfiguren vor - strotzend vor lauter Klischeehaftigkeit - zu nerven, angeführt von Blomkvist als vor Eifer glühendem Anführer des Salander-Fanclubs über die polygame Erika Berger, die entweder Anweisungen an Redaktionsmitglieder erteilt oder an Sex denkt. Die Bösen sind wirklich abgrundtief böse Hinkebeine, kraftstrotzende unverwundbare Teutonen oder winselnde Jammerlappen. Mehr als ein Anstandsstern kann ich dafür nicht vergeben. Brillant! 5 von 5 PunktenIch bin durch Zufall auf "Verdammnis" gestoßen, der bereits der zweite Band von Stieg Larssons "Millennium-Trilogie" ist, und habe diesen in Unkenntnis eines existierenden ersten Bandes zuerst gelesen. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man auch als "Quereinsteiger" sehr gut in die Geschichte hinein finden. Da in "Verdammnis" immer wieder auf zurückliegende Ereignisse aus "Verblendung" angespielt wurde, war ich unheimlich neugierig auf diesen ersten Band (den dritten gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht) und hatte beim Lesen ungemein viele "Aha"-Erlebnisse. Im zweiten Teil setzt Stieg Larsson auf brillante Art und Weise fort, was in "Verblendung" begonnen wurde. Mikael Blomkvist, Journalist beim Wirschaftsmagazin "Millennium", recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, dessen Hintermänner höchste Regierungsämter bekleiden. Blomkvists Partnerin aus dem ersten Buch, die geniale Hackerin Lisbeth Salander, bekommt Wind von der Geschichte und schaltet sich über Blomkvists Computer in die Ermittlungen ein, da ihr gesetzlich bestellter Betreuer Nils Bjurman in den Fall verwickelt zu sein scheint. Als Blomkvists Informant sowie dessen Freundin und später auch Nils Bjurman tot aufgefunden werden, fällt der Verdacht auf Lisbeth Salander, die daraufhin flüchtet. Nur Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen, deren Lösung in der Vergangenheit von Lisbeth Salander begründet ist. Die sympatischen Hauptakteure Mikael "Kalle" Blomkvist und Lisbeth Salander sind dem Leser gleich zu Beginn wieder vertraut. Das Hauptaugenmerk des Autors liegt diesmal auf der scharfsinnigen Computervirtuosin Salander, die im ersten Buch bereits sehr rätselhaft und geheimnisumwittert dargestellt wurde. Die Wahrheit um ihre Person, die erschreckende Ausmaße annimmt, wird schrittweise ans Tageslicht gebracht. Stieg Larsson ist mit diesem virtuos und brillant geschriebenen Buch ein weiterer Geniestreich gelungen und ich konnte es kaum erwarten, endlich den dritten und (leider) letzten Band in den Händen zu halten. Volle Punktzahl! |
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Die Chemie des Todes. 6 CDs von Simon BeckettAudio CD von AUDIOBUCHPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3899641965, Erscheinungsdatum: Juni 2006, Auflage: Gekürzte Lesung. |
5 Kundenrezensionen:Absolut Genial!!! ein bisschen eklig aber dafür sehr Detailgetreu... 5 von 5 PunktenIch habe dieses Höhrbuch ohne jegliche Vorahnung was mich erwartet, bestellt. Ich war davon total begeistert. Es ist jedoch nicht für Leute zu empfehlen, die sich leicht (auch vor Beschreibungen) ekeln, da einige Stellen über Leichen, die schon etwas älter sind, sehr auf gerichtsmedizinischer, sachlicher Ebene beschrieben ist, was ich jedoch an diesem Buch sehr gut gelungen und sehr spannend finde. Auch die Story ist genial aufgebaut und hat einige überaschende Wendungen und meiner Meinung nach keine langweiligen Stellen, die sich lang hinziehen. Meine Empfehlung ist daher: Wenn man sich für Gerichtsmedizin oder auch nur für eklige Beschreibungen begeistern lässt, und gleichzeitig das ganze in einer genialen Story verpackt haben möchte, sollte sich unbedingt dieses (Höhr)buch zulegen. Leider nicht zu gebrauchen 1 von 5 PunktenDieses Hörbuch ist mit einem Kopierschutz ausgestattet. Da ich mich nicht vor meinen heimischen CD-Player setze, um so etwas zu hören, sondern dafür meinen MP3-Player verwende, ist dieses Hörbuch für mich nicht zu verwenden. Schade, dass manche Anbieter noch immer nicht die Finger von solchen Dingen lassen können. Ich werde es jedenfalls morgen zurück schicken. Solider Krimi - prima Preis - kleine Schwächen 4 von 5 PunktenDer Kauf dieses Hörbuches hat sich definitiv gelohnt. Die Geschichte ist gut, Spannung ist vorhanden und der Sprecher hat seinen Job ebenfalls ordentlich gemacht. Nur wenige Punkte haben dafür gesorgt, dass ich keine 5 Sterne vergeben konnte: Obwohl eigentlich durchgehend Spannung vorhanden ist, lässt sich eine gewisse Vorhersehbarkeit nicht leugnen. An manchen Stellen erkannt man deutlich die Kürzungen der Romanvorlage. Und leider wirklich grausam: Die zu Beginn herrschende Darstellung des Polizeibeamten mit Kaubonbon. Die Schmatzlaute und Kaugeräusche sind total übel und wirklich fies. Zum Glück wird im weiteren Lauf der Geschichte darauf verzichtet. ... wann ist denn nun Ende 4 von 5 PunktenDie Geschichte hält sich nicht unnötig mit der Vorgeschichten auf. Der Einstieg ist klasse. Herrliche Figuren der Dorfnewohner wirklich super dargestellt. Unglaublich aber wahr, erahnte ich den Täter und sogar alles weitere. Das Ende allerdings ist sicherlich unmöglich zu erahnen. Ziemlich genauer Beschreibung der Verstümmelung der Leichen, sodass es ein wenig eklig werden kann. Die Geschichte startet ziemlich stark, lässt aber im Laufe der Story etwas nach. Es scheint, als wäre am Ende der Stoff ausgegangen und man fragt sich wann ist denn nun Ende........... Spitzenklasse 5 von 5 Punktenselten so ein spannendes und kurzweiliges Hörbuch gehört. Von der ersten bis zur letzten Minute Unterhaltung pur und auch das für mich überraschende Ende war toll. Ich habe schon viele Hörbücher gehört, besser war keines, auch nicht die von Grange. Großes Lob auch an den Sprecher Johannes Steck. |
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Marionetten von John le CarréGebundene Ausgabe von Ullstein HcPreis bei Amazon: EUR 22,90, Angebote ab EUR 18,50 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 355008756X, Erscheinungsdatum: November 2008 |
Aus der Amazon.de-RedaktionInterview mit John le Carré Frage: In welcher Beziehung steht Ihr neues Buch zu den bisÂheÂriÂÂgen? Stellt es eine Rückkehr zu Ihrem alten Stil dar, oder sehen Sie darin eine neue Richtung? Antwort: Darüber muß die Kritik befinden. Und mit dem kritischen Prozeß habe ich ja nichts zu tun. Ich mag dieses Buch jedenfalls sehr. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl. Ich mußte meine Figuren nur anstupsen, schon lief alles so, wie ich wollte. Ich bin die Geschichte mit ziemlich viel Wut angegangen, und meine Figuren haben dieÂÂÂÂse Wut für mich zum Ausdruck gebracht. Ich wollte einen Thriller schreiben, und beim Schreiben hat mich genau die gleiche Angst gepackt, wie sie hoffentlich auch meine LeÂÂser packt. Was mich verblüfft hat, war die ÖkoÂnomie des Ganzen. Normalerweise arbeite ich nicht so sauber. Aber diesmal gab es keine falschen Spuren, keine Sackgassen, keine riesigen Mengen von Ausschuß wie sonst so oft. Ich hatte in meine Vergangenheit gegriffen, und der Instinkt oder ein glücklicher Zufall hatten mich genau die Figuren und Hintergründe herÂausziehen lassen, die ich brauchÂÂte. Frage: Heißt das, Sie hatten die Figuren bereits fertig im Kopf, bevor Sie überhaupt mit dem Schreiben begonnen haben? Antwort: Es gibt zwei Figuren in diesem Buch, die sich schon lanÂge vorher in meinem SchriftstellergedächtÂnis eingenistet hatÂten und auf ihren Auftritt warteten. ManÂche Figuren sind so. Sie reifen in der Flasche, zum Teil über Jahrzehnte. Dieser alte Mann zum Beispiel, den ich einmal in St. John's Wood getroffen habe. Er saß auf einer Bank, die Einkäufe einer ganzen Woche zu seinen Füßen, und weinte. Als ich ihn fragte, warum, sagte er mir, das Geschimpfe seiÂner Frau sei ihm so unerträglich geworden, daß er einfach nicht den Mut zum Heimgehen aufÂbringe. Oder der zwölfjährige Junge in dem KranÂkenhaus in Palästina, dem eine StreuÂbombe beide Beine weggeÂrissen hatte und der alle, die an seinem Bett vorübergingen, mit hochgeÂrecktem Daumen begrüßte. Diese beiÂden habe ich bisher noch nirÂgends untergebracht. Bei dem alten Mann habe ich es in GeheiÂme MeÂlodie versucht, aber irgendwie wollte er sich nicht einbauen lassen. Und über den palästinensischen Jungen werde ich wahrscheinÂlich niemals schreiben können. Er ist für mich nicht einfach eine Romanfigur, er ist ein Symbol nicht zu unterdrückender Tapferkeit. Dafür konnte ich über einen anderen Jungen schreiben, einen einundzwanzigjährigen Tschetschenen namens Issa, den ich 1992 bei meinen Recherchen zu Unser Spiel in Moskau kennenÂgelernt hatte. Er war ein Aussteiger, halb TschetÂscheÂne, halb Russe, und wohnte in einem musliÂmischen Getto in den Moskauer Außenbezirken. Im Haus trug er immer eine Pistole im Gürtel. In Moskau mußte man damals (wie heute übrigens auch noch) nur asiatisch aussehen, um verhaftet zu werden - und Issa sah asiatisch aus. Ich war mit ihm nie auf der Straße unterwegs, desÂhalb weiß ich nicht, ob die Pistole ihn außer Haus begleiÂtete. Er war groß und ausgemergelt und gab sich fast aufreizend würdeÂvoll, trotz oder gerade wegen der TatÂsache, daß seine halbrussische Abstammung ihn zum Gespött der echten TschetÂschenen machte. Für die tschetschenische Sache kämpfte er aus OpÂposition gegen seinen Vater, einen ehemaligen Oberst der russiÂschen BesatÂzungsÂarmee. Seine Mutter war ein MädÂchen aus den tscheÂtschenischen Bergen gewesen, und ihre eigenen Leute hatten sie dafür bestraft, daß sie verÂgeÂwaltigt worden war: die Dorfältesten sahen es - wodurch auch immer - als erwiesen an, daß sie willfährig gewesen war und kommandierten zur WiederÂherstellung der Familienehre ihre männÂlichen AngehöriÂgen dazu ab, sie zu töten, sobald sie ihr Kind zur Welt gebracht hatÂte. Als der Vater nach Moskau zuÂrückÂÂbeordert wurde, nahm er Issa mit und gab sich alle Mühe, aus ihm einen ordentlichen RusÂÂsenÂÂjungen zu machen. Die besten SchuÂlen, alles das. Mit dem Erfolg, daß sich Issa, soÂbald er dazu in der Lage war, den tschetschenischen SeparaÂtisten anschloß. Und daß er zum Islam konÂverÂtierte - aus Liebe zu einer MutÂter, die er nie gekannt hatte. In dem Buch, das ich jetzt plante, hatte ich endlich die ideale Rolle für Issa; ich behielt sogar seinen VorÂnamen bei – das tschetschenische Wort für Jesus. Wobei mein Issa im Roman natürlich nicht mehr der Issa ist, den ich damals in Moskau kannte. Um echte Menschen in Romanfiguren zu verwanÂdeln, müssen wir unserem begrenzten Einblick in ihr Inneres nachhelfen, indem wir ihnen ein paar Züge von uns selbst verleihen. Frage: Und die zweite Figur, die schon auf ihren Einsatz geÂwarteÂt hat, war Ihr quertreiberischer deutscher AgentenÂfühÂrer, hab ich recht? Herr Bachmann? Antwort: Nein. Der hat sich auf eigene Faust Zutritt verschafft. Ich kannte eine ganze Reihe von Bachmanns zu meiner Zeit, abgehalfterte, ausgebrannte Geheimdienstleute wie Alec LeaÂmas in Der Spion, der aus der Kälte kam. BachÂmann war aus demselben Stall. Nein, die andere Figur, die schon in meinem imaginären Wartesaal saß, war Tommy Brue, der sechzigjährige Schotte und Erbe einer angeschlagenen Privatbank, der unÂversehens in Issas Leben hineingezogen wird. Wie Issa hatte auch Brue einen höchst problematischen VaÂter. Der von Brue hat vor ihm die Bank geleiÂtet, in Wien. Alle haben Väter in diesem Buch. Alle tragen die ganz persönlichen Kämpfe aus, die ihre Geburt und ihre LebensÂumstände ihnen mit auf den Weg geben. Das ist wahrÂscheinÂlich meine Art, meine eigeÂne schwieÂrige VaterbeÂziehung aufzuarbeiten, über die ich in Ein blendender Spion geschrieÂben habe. Ich habe selber eine ZeitÂlang in Wien geÂlebt. Und es ist zwar schon vierzig Jahre her, aber mir ist lebÂhaft der trinkfreudige schottische Bankier im GeÂdächtÂnis, der mich damals immer wieder bestürmt hat, doch ein NumÂmernÂkonto bei ihm zu eröffnen - keine Namen, keiÂne ForÂmalitäten. Es war nicht mein Geld, hinter dem er her war. Es ging ihm um die KaÂmeÂradÂschaft. Er war ein einsamer ExilÂengländer mit einer zerbröckelnden Ehe, und Geld war nur ein Vorwand für ihn, sich an Leute anÂzuÂnähern, die er mochte. Ich hatÂte allen ErnÂstes ein schlechÂtes Gewissen, daß ich kein NumÂmernkonto bei ihm aufmachte, aber dieses eine Mal siegte die Vernunft, und als ich aus Wien wegging, war er denn auch in eiÂnen unschönen Skandal verwickelt. Einen Skandal übrigens, an dem sein Vater die Schuld trug! Frage: Das waren also die beiden Figuren, die es schon gab, als Sie mit der Geschichte begonnen haben? Antwort: Es gab auch noch eine dritte Figur. Eine extrem wichtige sogar: die Stadt Hamburg. Es hat mich beim Schreiben ja immer wieder nach Deutschland zurückgezogen, so wie es auch George Smiley imÂmer wieder zurückgezogen hat: nach Deutschland, dem Motor Europas, Deutschland mit seinem aggressiven Alleingang im zwanzigsten Jahrhundert, Deutschland, der Wiege eines so großen Teils unserer europäischen Kultur. Aber diesmal mußte es Hamburg sein, Hamburg oder gar nichts. Und in vieler HinÂsicht stellt es die exotischste Figur im ganÂzen Buch dar. Das heutige Hamburg ist eine vitale, quirlige, schöne, selbstÂbewußte Stadt: kein kulturelles Juwel, aber dafür die reichste Stadt in Europa. Aber Hamburg blickt auf eine turbulenÂte Geschichte zurück: erst Besetzung durch Napoleon, 1918 dann Machtübernahme durch die Kommunisten und 1933 durch die Nazis. 1933 lebten zwanzigtauÂsend Juden in HamÂburg, 1945 waren es keine tausend mehr. Die Bombardierung Hamburgs durch die Alliierten 1943 kostete in einer einzigen Woche mehr Menschen das Leben als der ganze BlitzÂkrieg gegen England oder die Atombombe auf Nagasaki: fünfundvierzigÂtausend. Um so mehr grenzt der Wiederaufbau Hamburgs nach dem Krieg an ein Wunder. Toleranz und LiberaÂlismus, so lautete Hamburgs neue Parole. Was einer der Gründe sein mag, warum die Stadt unwissentlich den Nährboden für Ulrike Meinhoff und die BaaÂder-Meinhoff-Bande abgab – und Jahre später für MoÂhammed Atta und ein halbes Dutzend der FlugzeugÂentführer vom 11. September und ihrer MitÂverschwörer. Ich hatte noch ein anderes Motiv für meine Wahl, ein ganz persönliches. Ich war ein heimkehrender Sohn. Anfang der sechziger Jahre war ich britischer Konsul in dem mittÂlerÂweile geschlossenen Hamburger Generalkonsulat gewesen. Die BriÂtische Botschaft in Bonn hatte mich in einer Eilaktion dort hinverÂfrachtet, nachdem ich als der Autor von Der Spion, der aus der Kälte kam enttarnt worden war. Meine Arbeitgeber hatten nichts gegen das Buch an sich, aber sie hatten nicht mit dem Aufsehen gerechnet, das meine Autorschaft erregte. Hamburg schien ihnen da angenehm weit ab vom Schuß. Da saß ich also, unschlüssig, ob ich meine GeheimÂdienstkarriere weiterverÂfolgen oder mich ganz aufs Schreiben verlegen sollte. Als ich mich dann für die SchriftstelÂlerei entschied, verließ ich Hamburg fast heimlich. Ich erinnere mich an keinerlei AbÂschieÂde. Es war ein bißchen, als hätte ich eine LiebesÂaffäre mit der Stadt begonnen und wäre dann über Nacht abgereist, ohne meine Telefonnummer zu hinterlassen. Was wiederum ein starkes Bedürfnis in mir auslöste, die Beziehung da wiederÂaufzunehmen, wo ich sie so rüde abgebroÂchen hatte. Frage: Nach vierzig Jahren? Antwort: Ein paarmal war ich auch zwischendurch dort gewesen, aber nie lange genug. Es ist sicher Zufall, daß ich den 11. September 2001 in Hamburg erlebte, aber rückblickend fühlt es sich nicht so an. Ich recherchierte damals für ein ganz anderes Buch - Absolute Freunde, auch ein Roman über DeutschÂland -, und ich hatte mir den Vormittag über in einem FernÂseharchiv Filmaufzeichnungen aus den sechziger und siebziger Jahren angeseÂhen, in denen [[der anarchistische StudentenÂführer]] Rudi Dutschke seine Anhänger gegen AmeÂriÂka aufÂpeitschte. Als ich danach ins Hotel zuÂrückÂkam, erwartete mich eine Nachricht meiÂner Sekretärin in Cornwall: "Gehen Sie soÂfort zum nächsten FernÂseher." Ich gehorchte und kam gerade rechtzeitig, um das zweite Flugzeug in die ZwillingsÂtürme kraÂchen zu seÂhen. Den Morgen hatte ich mit Rudi Dutschke verÂbracht, den Nachmittag verbrachte ich nun mit Osama bin Laden, beides erklärte Feinde des amerikanischen Kolonialismus, der GloÂbalisierung und all dessen, was wir Fortschritt nennen. Ich blieb noch etwa eine Woche in Deutschland und hörte mir die Reaktionen von Freunden an. Nach außen hin hätte das MitÂgefühl für die Vereinigten Staaten kaum größer sein können: Kerzen auf ameÂrÂikanischen Türschwellen, eine herzergreifende BeileidsbekunÂdung auf einem Transparent am BrandenburÂger Tor, und und und. InÂÂÂoffiziell fielen die Kommentare oft harscher aus. Ein sechzigjähriger evangelischer Pfarrer meinte zu mir, es geschehe den Amerikanern ganz recht. Für seiÂne Generation zumindest war Rudi DutschÂkes Botschaft noch nicht gänzÂlich verhallt. Frage: Und Annabel, Ihre deutsche Bürgerrechtsanwältin, die Issa vertritt - wo kam die her? Antwort: Eigentlich hätte ich die Rolle ja gern mit einer Frau aus der ehemaligen DDR besetzt, als eine Art Gegengewicht zu HamÂburgs überbordendem Materialismus, aber das traute ich mir denn doch nicht zu. Also habe ich mich statt dessen für eine IdealiÂstin aus einer wohlhabenden AkaÂdeÂmiÂkerfamilie entÂschieÂden, eine Menschenrechtsanwältin, und zwar eine mit einem gehörigen Funken Rebellentum. Puritanisch, aber freidenkeÂrisch, geÂgen das Establishment, aber dennoch Teil davon, und fast schon übertrieben korrekt, besonders im Umgang mit Issa. Und attrakÂtiv. Schließlich gehört ja auch eine Portion seÂÂxueller Spannung zu einer Beziehung zwischen eiÂnem Muslim von Anfang zwanzig, der jahrelang ohne weibliche Gesellschaft auskommen mußte, und einer engagierten jungen Frau, die sich von seiner Not anrühren läßt. Der Issa, den Annabel kennenÂlernt, war im GeÂfängÂnis und ist gefoltert worÂden. Die Folter ist eiÂne entÂsetzÂliche Art von Ritterschlag. Wir nicht GefolÂterten können mit den Gefolterten niemals gleichziehen, gottlob. Wir haben ein schlechtes GeÂwissen ihnen gegenüber, wir wollen sie beschützen, wir glauben, ihnen alles schuldig zu sein. Daraus speisen sich Annabels Gefühle. Fügen Sie der MiÂschung noch meinen Bankier Brue hinzu, und der Reigen entÂtäuschter Liebe ist komplett. Ich fand, die CheÂÂÂmie stimmt. Wie ich Ihnen schon zu Anfang gesagt habe, ich mag dieses Buch. Frage: Wie wird es von den Kritikern aufgenommen werden, meinen Sie? Antwort: So wie meine Bücher immer aufgenommen werden. In meiÂnem Alter hat man seine Fans und seine Feinde, und sie änÂdern sich nicht groß. Diejenigen, die mich für überschätzt halten, werden das kundtun. Diejenigen, die mich für unterÂschätzt halten, werden es ebenfalls kundtun. Und in ein paar Jahren wird sich sowieso keiner mehr erinnern, wie das Buch aufÂgeÂnommen worden ist. Jeder halbwegs seriöse SchriftstelÂler hat es im Gefühl, wann er sein bestes gegeben hat und wann er hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Eine breite LeserÂschaft zu haben ist ein Privileg, und ich habe in dieser HinÂsicht sehr viel Glück gehabt. Ich halte dieÂÂses Buch für eins meiner besten, und das macht mich sehr froh. Noch froher würÂde es mich natürlich machen, wenn meine Leser derselben MeiÂnung wären. Frage: Sie sagten, Sie wären die Geschichte mit ziemlich viel Wut angegangen. Wut worüber? Antwort: Zum Teil darüber, daß um mich herum so wenig Wut zu spüren ist über das, was mit unserer Gesellschaft passiert, angeblich auch noch zu unserem eigenen besten. Wir sind unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in einen Krieg getrieben worden, wir werden in einer Atmosphäre der Panik unserer FreiÂheitsrechte beraubt. Unsere Anwälte gehen nicht auf die Straße, wie es die Anwälte in Pakistan getan haben. Unsere Abgeordneten fallen auf ihre eigenen Meinungsmacher herein und glauÂben am Schluß die Propaganda, die sie selbst verbreiÂten. Unser AußenÂminister muß eine Nahostmission abbrechen, damit die zweiundvierzigtätige Untersuchungshaft für TerÂrorisÂmuÂsverdächtige durchgedrückt werden kann. Manche nennen mich einen zornigen alten Mann. Von mir aus. Man muß nicht alt sein, um sich über so etwas aufÂzureÂgen. Wir haben unsere Souveränität unserer „beÂsonderen Beziehung“ zu Amerika geÂopfert, an der keiner etwas Besonderes findet außer wir selbst, darum wollte ich der Frage nachgehen, inÂwieÂweit DeutschÂÂland unsere Fehler nachzuahmen gedenkt. Aber das ist alles heiße Luft, wenn nicht die Geschichte und die Figuren den Ball nehmen und damit loslaufen - und das machen sie in diesem Buch. Und deswegen mag ich es so. 5 Kundenrezensionen:EIn gutes Buch :) 4 von 5 PunktenMarionetten war mein erstes Buch von John Le Carré, was ich gelesen habe. Ein Leseeindruck hat mir auch schon gut gefallen und hat mich auf das Buch wirklich neugierig gemacht :) Und die Leseprobe hat auch ihre Versprechen gehalten. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Man steigt ja am Anfang direkt in die Geschichte ein, das finde ich gut. Man befindet sich direkt drin. Der Schreibstil von Le Carré gefällt mir. Es liest sich flüssig. Als ich merkte, dass das zweite Kapitel nicht an dem ersten anschließt, habe ich erstmal ein wenig gestutzt ;) Aber dann habe ich gemerkt, dass es aus einer anderen Sichtweise geschrieben ist. Und so setzt sich das auch mit jedem weiteren Kapitel fort, bis sie am Ende zusammen laufen. Man muss dann immer ein kleines Bisschen umdenken, aber man kommt gut hinter her. Mit jedem Kapitel mehr bekommt man, durch das Denken der Protagonisten über Issa, immmer wieder einen anderen Eindruck von Issa. Man wird mit den Gefühlen richtig mitgerissen. Das Buch ist spannend geschrieben und ich konnte es gar nicht aus der Hand legen :) Ein aktuelles Thema wirklich gut umgesetzt. T errorismus heute 3 von 5 PunktenIn diesem Roman von John le Carre geht es um die Terrorismusbekämpfung seit 9/11. Issa, ein illegal nach Hamburg eingereister Tschetschene, ist der Dreh-und Angelpunkt dieses Romans. Zuerst findet er Unterschlupf bei Melik und seiner Mutter Leila. Die Beiden führen ihn bei Annabel Richter ein, einer Anwälterin vom Hamburger Flucht-Punkt. Issa ist Erbe eines zweifelhaften Vermögens, welches in der Bank von Tommy Brue schlummert.In diesem Roman spielen viele verschiedene Geheimdienste, Deutsche, Engländer und auch die Amerikaner mit. Bald ist ein Spionagenetz gewoben, dem keiner mehr entgehen kann - auch nicht die Geheimdienstleute! Das Buch hat ein offenes Ende und trägt seinen Titel "Marionetten" nicht zu unrecht. Meine Meinung: Das Thema ist sehr gut gewählt und auch gut recherchiert. Die handelden Personen sind interessant (z.B.Leila und Melik, die mir im weiteren Buch fehlten). Die Charaktere hätten für mich weiter ausgebaut werden können.Leider ist für mich die Spannung zu kurz gekommen, es ist teilweise (bis auf das Ende) sehr vorhersehbar. Deshalb mußte ich mich zwischenzeitlich sehr bemühen, das Buch weiterzulesen. Das Ende ist mir persönlich zu offen, ich hätte mir gewünscht, das wenigstens ein Handlungsstrang zuende geführt wird. Alles in allem ist es ein sehr aktueller Politthriller. Um jeden Preis? 2 von 5 PunktenMit dem 9.11.2001 hat sich durch den terroristischen Anschlag auf das symbolträchtige World Trade Center der USA, das gesellschaftliche, politische und kulturelle Leben auf immer verändert. Diese Form von radikalsten und bis dato gewaltbereiten Terrorismus hat alle Staaten der Welt gezeigt, dass man an sich total schutzlos ist. Die Frage die sich nicht nur die Geheimdienste aller Nationen, und alle Regierungen stellen ist: Wie konnte es überhaupt dazu kommen das 19 sehr junge Islamisten etwas zeitgleich vier Passagierflugzeuge kapern und diese auf das Pentagon und den beiden Twin Tower steuern?! Welche enorme logistische und individuelle bis in kleinste Detail Planung dafür notwendig war, z.B. Ausbildung der Attentäter zu Piloten, finanzielle Mittel, aber auch die ideologische Überzeugung, ist erschreckend. Erschreckend deswegen, weil trotz der Zusammenarbeit der Geheimdienste verschiedener Nationen einige Täter bekannt waren, aber nicht genug oder nur fahrlässig recherchiert, observiert und informiert. Etwas mehr an Kommunikation, etwas mehr Zusammenarbeit, vielleicht wäre es dann nicht zur Katastrophe gekommen bei der über 3000 Menschen den Tod fanden. Warum war die CIA, der israelische Mossad, der britische MI6 und der Deutschen Bundesnachrichtendienst sowie andere derartig machtlos? Gab es keine Anzeichen, keine Warnungen von Agenten die in den al Qaida oder anderen Terrorzellen im Untergrund tätig waren, Kontakte hatten und hellhörig wurden?! Fragen die vielleicht erst die Zeit klären mag. Nach dem Terroranschlag wurde durch die Bush-Doktrin und seiner Politik ein Präventivkrieg ausgelöst der auch heute sieben Jahre später in Afghanistan und dem Irak noch kein Ende gefunden hat. Bürgerkriegsähnliche Zustände die ein Flächenbrand auslösen könnten, damit wäre ein Religionskrieg gemeint der schließlich auch Europa erreichen könnte. Viele terroristische Anschläge in den Jahren danach haben die Regierungen, die Geheimdienste und dem Militär unter einer kalten Dusche gestellt, die wahrlich wachrüttelten. Das Rad der Zeit kann man zwar nicht mehr zurückdrehen, doch kann man die Gegenwart beeinflussen, damit in naher und ferner Zukunft so etwas nicht mehr passieren soll. Inzwischen sind die Geheimdienste verschiedenster Nationen enger zusammengerückt um der terroristischen Gefahr entgegenzuwirken, ein neuer kalter Krieg indem viele einfache Menschen nur Marionetten dieser Geheimdienste sind, als Agenten, Spione, Analysten, Diplomaten u.a., aber wer ist zieht die Fäden? Wer lässt die Marionetten nach seinen Spielregeln auf der Bühne tanzen? John le Carre gibt in seinen neuen Roman Marionetten einen interessanten Einblick in die Schattenwelten der Geheimdienste. Inhalt Issa ist ein merkwürdiger, sonderbarer Flüchtling, ein Moslem der nach Hamburg, nach Altona über verschiedene Stationen gereist ist um nun endlich sein gewünschtes Ziel erreicht zu haben. Langsam, aber vorsichtig, fast schon ängstlich folgt der junge Mann Big Melik, einem jungen aufstrebenden türkischen Boxer, der einen gewissen Bekanntheitsgrad hat. Issa fordert auf einen Stück Papier was er den jungen Türken in die Hand drückt um die Bitte ihn aufzunehmen. Doch Melik Reaktion sieht zuerst ganz anderes raus, rüde möchte er den jungen am liebsten davonjagen, doch seine Mutter Leyla sieht in dem streunenden Mann, Gottes Willen und entspricht seinem Wunsch nach einer Bleibe voller Mitleid. Auch Melik bekommt Mitleid und schämt sich für seine barschen Worte, als er die Folternarben auf Issas Rücken erblickt. Issa kann sich kaum verständlich machen, er ist tschetschenischer Herkunft, aber seine Zukunft sieht er schon fest vor sich. Er will Deutsch lernen, möglichst schnell, er möchte Medizin studieren ein großer Arzt werden der das Leiden von Menschen mindert. Seine einzigen Habseligkeiten ist ein Päckchen mit 500 recht druckfrischen Dollars und einen auf kyrillisch verfassten Brief. Melik kann nur eine sechsstellige Zahl identifizieren. Doch Issa ist schon längst einer inoffiziellen Abteilung des Bundesnachrichtendienstes bekannt. Hamburg ist schließlich die Stadt aus der der Attentäter Mohammend Atta zusammen mit einigen anderen aufbrach um den Vereinigten Staaten zu zeigen was Terror bedeutet, indem sie das WTC vernichteten und das Pentagon beschädigten. Damit wurde eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt die die Eskalation nur noch weiter vorantreiben sollte. In Hamburg betitelt man die Geheimdienste, nimmt man den Nachnamen als Böse Feen. Der erfolgreicher schottischer Investment-Banker Tommy Brue macht wenig später ebenfalls Bekanntschaft mit dem mysteriösen Flüchtling Issa. Als Vermittlerin fungiert die ebenso undurchsichtige Annabel Richter, eine Anwältin aus bester Familie. Die sechsstellige Zahl ist der Code für einen Schlüssel zu einem dubiosen Depot das Brue von seinem ebenfalls im Finanzwesen tätigen Vater geerbt hat. Mit diesen Mitteln soll sich der naive Issa eine Zukunft aufbauen, doch zu welchem Zweck? Der deutsche Geheimdienst und bald nicht nur dieser hat jetzt nicht nur Issa im Visier, ebenso die türkische Familie, die Juristin Annabel Richter, sowie der Investment-Banker Tommy Brue widmet man sich nun mit dem größten Interesse und alle werden Spielbälle der Geheimdienste die ganz eigene Interessen verfolgen. Kritik John le Carre, selbst ein Ex-Agent des britischen Geheimdienst kennt die Verbindungen und die Methoden aus eigener Erfahrung und setzt sein etwas spezielles Wissen gerne in seine Romane ein. Er ist ein Altmeister der Geheim- und Spionagedienste und Kritiker sagen von dem Schriftsteller er würde seine Handlungen sehr real erzählen. Auch Marionetten weist eine sehr reale Handlung auf die le Carre spannend, wenn auch in Längen erzählt. Seine detailreiche Beschreibung über die Methoden von Agenten die observieren, recherchieren und analysieren ist thematisch eindrucksvoll und realistisch beschrieben. Das Dreh- und Angelpunkte wie der Hamburger Hauptbahnhof von Geheimdiensten observiert werden, dass Agenten sich unter die Passanten mischen und durch Drohung oder Bestechung Informationen erschleichen ist wohl nicht einfach nur ausgedacht. Gerade wenn man daran denkt das Hamburg einige Terroristischen Zellen beherbergte. Stellt sich doch nun verdächtigerweise die Frage; Wie viele gibt es noch und in welchen Städten? Sind es aktive Mitglieder terroristischer nicht nationalen Gruppierungen die Anschläge planen und vorbereiten, oder sind es nur Mittelsmänner, Informanten, vielleicht sogenannte Schläfer die irgendwann oder gar nicht aufwachen um aktiv zu werden, aber sonst das biedere Leben normaler Menschen innerhalb ihrer sozialen Stellung führen. Genau diese Fragen beschäftigen die Geheimdienste in Marionetten. Welchen Geistern jagt man nach die sich später vielleicht als sehr real und menschlich entlarven? John le Carre erzählt in Marionetten sehr plastisch und schildert auch zynisch die Arbeit der Geheimdienste die wiederum für andere Kollegen noch viel Geheimer wirken können. Eine wahre Karikatur bürokratischer Arbeitsmethodik die man nicht wie erwartet kaum zu folgen vermag. In der ganzen Handlung ist die Atmosphäre recht bedrückend. Es herrscht die Angst, die Panik vor Terroristischen Anschlägen nachwievor, ebenso aber grassiert hinterlässt der Gedanke des Scheiterns dieses nicht früh genug erkennen zu können einen bitteren Nachgeschmack. Ist es das Wert die Freiheitsrechte einzelner Menschen quasi außer Kraft zu setzen? Was wiegt das Schicksal einer einzelnen Person im Gegenzug zu unheimlich vielen Menschen? Die Protagonisten sind intensiv und detailreich erzählt, auch wenn man mit wirklich keiner sonderliche Sympathie entwickelt. Einzelne Schicksale der Persönlichkeiten werden final nicht abgeschlossen und unserer Phantasien und Theorien überlassen. Zu wenig wie ich finde. John le Carre`s Motivation und das hat er auch in seinem Roman umgesetzt war es den Protagonisten, und hier wirklich allen den Stempel und den Status einer Marionette aufzudrücken. Das jeder Geheimdienst aufgrund der Ereignisse von vor sieben Jahren seine eigenen Interessen stärkt und seine Ziel verfolgt, oftmals ohne Rücksicht auf Verluste, kleinere Kollateralschäden nimmt man halt in Kauf, zeigt der Roman eindrucksvoll und absolut nachvollziehbar. John le Carre rückelt auch die Leser wach und nimmt die Rolle des Animateurs ein? Was ist aus unserer Gesellschaft geworden? Ein Opfer seiner selbst? Ein Produkt aus Ursache und Wirkung, und wir sind nur ausversehen in den Unfall verwickelt? Aber zahlen dann auch den Preis, der uns zu hoch erscheint, den wir aber nicht entrinnen können? Seine Dramaturgie ist bestechend und die Spannung bleibt konstant, allerdings steigt sie leider nicht an und das Ende des Romans ist offen wie die Handlung mitsamt seiner Personen. Fazit Marionetten ist bedingt zu empfehlen. Dem Leser erwartet kein Roman der unmittelbar nach 9/11 spielt, sondern die Handlung spielt in der Gegenwart, auch wenn immer wieder auf die Vergangenheit und seine Auswirkungen Rücksicht genommen wird. John le Carre ist schon zu alt und viele Romane geschrieben, so das sein Stil immer der gleiche ist, seine Form zu erzählen fasst er in sehr langen Sätzen. Die Dialoge seiner Protagonisten sind manchmal verworren und man liest dann gerne die eine oder andere Passage nochmal, was ermüdend wirkt. Die Spannung, bzw. das Interesse an der Handlung und den Personen ist Anfangs recht hoch, später allerdings wenn dem Leser klar wird, dass alle Protagonisten egal ob nun verdächtig oder nicht, ob nun Geheimdienstler des CIA oder des Bundesnachrichtendienstes verwirrend konzipiert sind. Die Botschaft die uns John le Carre vermitteln will ist spiegelbildlich und sehr real gezeichnet und konfrontiert uns mit der recht aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage. Welche Macht räumt man den Geheimdiensten noch ein, und wer bewegt sich in dieser Schattenwelt noch? Sind alle Abteilungen eigenverantwortlich, oder existieren andere Geheimdienstliche Zellen denen fast jedes Mittel recht ist, um etwaige Verdächtige als Terroristen zu überführen? Viele Fragen die sich dem Leser stellen und die er mit sich selbst oder auch mit anderen ausdiskutieren sollte. John le Carre bezieht seine eigene Stellung, als ehemaliges Mitgliedes des Hamburger Konsulats und Agent hat er einen viel detailierten internen Bezug zur aktuellen Politik der Geheimdienste. Marionetten ist ein authentischer Roman mit einer interessanten, ja auch spannenden Geschichte, die leider viel zu viel längen beinhaltet und am Ende zu viele Fragezeichen hinterlässt. Autor: John le Carré, geboren 1931 in Poole, Dorset, studierte in Bern und Oxford Germanistik, bevor er in diplomatischen Diensten u. a. in Bonn und Hamburg tätig war. Der Spion, der aus der Kälte kam begründete seinen Weltruhm als Bestsellerautor. Der Autor lebt mit seiner Frau in Cornwall und London Michael Sterzik Beklemmendes Szenario, faszinierende Figuren 5 von 5 PunktenIn Hamburg taucht ein abgerissener Tschetschene namens Issa auf. Der Mann war in Russland im Knast, ein islamistischer Terrorist behaupten die Russen, die ihn zur Fahndung ausgeschrieben haben. Eigentlich ist er gar kein richtiger Tschetschene, sondern ein halber Russe, denn der Vater war ein russischer Oberst, der die tschetschenische Mutter vergewaltigt hat. Den Sohn aber liebte er heiß und innig, steckte ihn in teure Privatschulen und wollte ihn zu einem richtig guten Russen erziehen. Vergeblich. Issa fühlt sich als Tschetschene und entfloh dem väterlichen Regime, sobald er konnte. Nach Hamburg kommt er, weil sein Vater Geld hatte, Schwarzgeld. Bei einem schottischen Bankier, Nummernkonten. Geld, das aus Plünderungen, aus korrupten Geschäften, aus Erpressungen stammt. Issas Schicksal scheint besiegelt, früher oder später wird man ihn verhaften, nach Russland abschieben und dort wird man ihn foltern. Das will Annabell verhindern, eine Bürgerrechtsanwältin des "Fluchthafen Hamburgs". Sie steht auf verlorenem Posten, bis sich ein Geheimdienstler für ihren Schützling interessiert. Einen deutschen Pass für Issa und er kann bleiben - wenn er ihm hilft, in islamistische Kreise einzudringen. Leider gibt es ihn Deutschland verschiedenste Stellen und Geheimdienste, die sich alle um das Thema bemühen. Ganz zu schweigen vom britischen Geheimdienst, der auch gerne ein Wörtchen mitreden möchte, schließlich hat er über den schottischen Bankier und die russischen Schwarzgeldkonten auch einen Fuß in der Tür. So beginnt ein Spiel, in dem jeder Spieler seine eigenen Interessen vertritt, keiner den anderen in die Karten schauen lässt und alle Marionetten sind, die nicht mal ahnen, wer die Fäden in der Hand hält. Le Carre hat das Thema Terror aufgegriffen und die Aufhebung von Freiheitsrechten, die der Kampf gegen den Terror angeblich erfordert. Was tut jemand, der in das Visier von Terroristen-Jägern gerät? Wie beweist man, dass man kein Terrorist ist und auch keine Anschläge plant? Keine der Personen hier ist frei, jede zappelt an Fäden und am Ende verlieren sie alle. Le Carré war schon immer eine Garantie für spannende Unterhaltung, aber hier hat er sich selbst übertroffen. Hamburg ist ihm nun mal vertrauter als der Kongo, in dem sein letzter, eher schwächerer Roman spielte. Die Stadt, den Islamismus, die Sondergesetze und verschiedenen Geheim- und Polizeidienste verquickt er mit lebendigen Figuren, die dem Leser immer neue Überraschungen bieten. Wer ist gut, wer ist böse in diesem Spiel? Wer soll das sagen? Anlässlich der BKA Gesetze im Bundestag/Bundesrat ist das Thema hochaktuell. Und es ist erstaunlich, dass ein Buch, das so ruhig geschrieben ist, uns langsam in die Handlung und ihre Personen einführt, mit poetischen, düsteren Beschreibungen glänzt, fast ohne Action auskommt, dass so ein Buch derart packend ist. Der Altmeister macht es hier allen vor, wie man Spannung erzeugt. Jedenfalls nicht mit möglichst vielen sensationellen Stunts. Fazit: Superspannender Thriller der Sonderklasse, der außerdem aktuelle Politik und Gesetzgebung aufgreift. Wer sagt da noch, es gäbe keine politische Literatur mehr? (C) Hans Peter ROentgen Eindimensional - wenig spannend - mäßig aufregend! 2 von 5 PunktenMein erster John LeCarré, sicher auch mein letzter! Im Gegensatz zu anderen Spitzenautoren gelingt es LeCarré nicht wirklich, Spannung aufkommen zu lassen. Die Figuren sind holzschnittartig charakterisiert, für keinen der Protagonisten beginnt sich der Leser wirklich zu interessieren. Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Figuren gibt es kaum - dahingehend hätte sich LeCarré von den "Toren der Welt" einige Scheiben abschneiden können. In den "Toren der Welt" von Ken Follett geschieht nichts, was nicht auch Auswirkungen auf andere Figuren und Handlungsstränge hätte - grandios! In "Marionetten" jedoch bleibt alles auf merkwürdige Weise folgenlos. Es findet keine Entwicklung statt, alles plätschert nur so vor sich hin. Wo hier die Brisanz, die Relevanz der Thematik sein soll, bleibt mir schleierhaft. Denn im Grunde geschieht nichts. Ein angeblich verdächtiger Osteuropäer, ein Banker, eine Anwältin, ein paar Geheimdienstleute - das war es auch schon! Und die große Frage lautet, ob der Osteuropäer nun ein potenzieller Terrorist ist - oder eben nicht! Fazit: Schnell zum nächsten Buch greifen! Hoffentlich kommt bald wieder was von Robert Harris oder Dan Brown - oder Ken Follett. |
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Die Henkerstochter von Oliver PötzschBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 2,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548268528, Erscheinungsdatum: April 2008 |
5 Kundenrezensionen:Spannend und besonders am Schluß 5 von 5 PunktenÜber Inhalt brauche ich nicht mehr viel schreiben, hier nur meine Urteile: Klar geschrieben, sehr guter Spannungsbogen (konnte die letzten Seiten nicht mehr aus der Hand geben, was selten vorkommt...) Sehr interessant, besonders wenn man in der Nähe von Schongau lebt und weiß, daß die Hexenverbrennungen wahr sind, auf die sich das Buch bezieht. Man meint, man hätte zu dem Thema schon alles gelesen...so ist das ein Irrtum. Dieses Buch besticht durch seine Charaktere. SEhr gut getroffen, auf jeden Fall ein dickes Lob an Oliver Pötzsch, und die zweiten Roman werde ich bestimmt auch lesen. Wunderbare & Spannende Geschichte 5 von 5 PunktenWunderbare Geschichte... Der Plot ist sehr spannend und ich fand die Darstellung nicht nur überraschend logisch sondern auch für Nicht-Insider sehr anschaulich erklärt. Man hatte quasi wirklich ein plastisches Bild vor Augen! Imo hatte dieses Buch quasi die Qualitäten eines "Das Parfüm" sowohl von der Erzählweise als auch von der Spannungskurve. Absolut empfehlenswert ! Ich finde das man die Story auch wunderbar verfilmen könnte... VLG und Daumen hoch! Kann man einen Henker sympatisch finden ....? 5 von 5 PunktenMan kann!!!! Dieses Buch ist einfach genial. Es hat Liebe, es hat Spannung und es gibt einem Einblick in das Leben eines Henkers. Der Kuisl Jakob ist darin so sympatisch und gut beschrieben, dass man ihn fast vor sich sieht. Es gibt zwar auch das eine oder andere, was nicht unbedingt was für schwache Nerven ist, aber das liegt daran, dass es so gut beschrieben ist, dass man es vor dem geistigen Auge sieht! Spannend erzählt 4 von 5 PunktenDie Geschichte hat mich gleich von Anfang an gefesselt. Der Autor beschreibt die Figuren und die Zeit meiner Meinung nach sehr treffend und gleitet auch nicht in die Langatmigkeit ab. Die Story ist spannend bis zum Schluß und enthält immer wieder Wendungen. Was nicht so passt, ist der Dialekt, der manchmal geschrieben wird, dann aber eine ganze Zeit wieder nicht auftaucht. Da sollte es eine Linie geben. Auch der Titel ist etwas irreführend, da die Henkerstocher zwar eine Rolle spielt, aber halt nicht die Hauptrolle. Deshalb kann ich den Titel nicht ganz nochvollziehen. Dennoch ein kurzweiliges Buch. Was für ein liebenswerter Henker! 4 von 5 PunktenSchon die Vorgeschichte zu dem Buch lässt einen nicht mehr los: Der Autor Oliver Pötzsch stammt selbst von der Henkersdynastie ab, von der er hier schreibt. Wohl aus dieser "Familienverbundenheit" heraus hat er wohl einen der symphatischsten Henker der Literatur geschaffen und tatsächlich sollte der Titel des Buches auch eher "Der Henker von Schongau" heißen als "Die Henkerstochter", die mehr eine Nebenrolle spielt. Selten habe ich eine literarische Figur so ins Herz geschlossen wie diesen brummigen Jakob Kuisl. Oliver Pötzsch zeigt in seinem Buch, was es bedeutete, im Mittelalter einen "Beruf" auszuüben, der zwar gebraucht wurde, aber gleichzeitig persönliche Repressalien nach sich zog. Aberglauben führt auch zur Verfolgung einer Hebamme, die als vermeintliche Hexe angeklagt wird, nachdem mehrere Kinder in Schongau ums Leben gekommen sind - und dabei seltsame Zeichen auf der Schulter tragen. Und ausgerechnet der Henker, der die "Hexe" zu einem Geständnis zwingen soll, glaubt an deren Unschuld und macht sich zusammen mit zwei weiteren "Ausgestoßenen" der Stadt (seiner Tochter Magdalena, eben titelgebende Henkerstochter und deren Freund, einem Medikus mit abgebrochenem Studium, der mehr an die Menschen als an Bücherweisheit glaubt) auf, um dies auch zu beweisen. Ein richtig spannender Mittelalter-Krimi, mit zwinkernden Augen geschrieben (und an manchen Stellen vielleicht etwas zu locker-flockig gelöst) und dennoch dazu angetan dem Leser bewusst zu machen, wie schnell im Mittelalter jeder ins Verderben gerissen werden konnte, wenn es "denen da oben" gerade gut in den Kram passte. Insgesamt hätte ich mir noch mehr historische Details gewünscht, aber möglicherweise hätte dies den Blick auf die eigentliche Handlung zerstört. |
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Die Chemie des Todes von Simon BeckettTaschenbuch von RowohltPreis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 4,40 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499241978, Erscheinungsdatum: August 2007, Auflage: 9. Auflage |
Aus der Amazon.de-RedaktionDavid Hunter war einst Englands berühmtester Rechtsmediziner. Nach dem Unfalltod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter hat er London den Rücken gekehrt und sich in Manham, einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon, als einfacher Allgemeinmediziner niedergelassen. Weder sein Arbeitgeber, der alte Dr. Maitland, noch die Dorfbewohner wissen etwas von seiner Vergangenheit. Drei Jahre sind seitdem vergangen, als von zwei Jungen die Leiche der ortsansässigen Schriftstellerin Sally Palmer entdeckt wird. Die Ermordete wurde mit zwei angesteckten Schwanenflügeln aufgefunden. Auf Drängen des örtlichen Chief Inspector Mackenzie obduziert Hunter den Leichnam. Währenddessen verschwindet eine zweite Bewohnerin des Dorfes. Die Verdächtigungen der Einheimischen richten sich zuallererst gegen David Hunter, den in ihren Augen immer noch Fremden ... Die Chemie des Todes erzeugt Spannung durch gewohnte, aber gelungen zusammen gestellte Zutaten. Ein überschaubarer Kreis von möglichen Tätern, Dorfbewohner, die sich gegenseitig verdächtigen sowie mehrere falsche Fährten, die der Autor geschickt auslegt. Das gerichtsmedizinische Moment ist interessant beschrieben, ohne jedoch zu sehr ins Detail zu gehen. Stark auch die Darstellung der zunehmenden Hysterie im Ort, die durch einen zur Selbstjustiz aufrufenden Pfarrer noch geschürt wird. Lobend zu erwähnen ist auch die sprachlich einfühlsame Übersetzung von Andree Hesse. Aber es gibt auch eine deutliche Schwäche in dem Erstlingswerk des britischen Autoren. Sehr schade ist, dass Simon Beckett unnötigerweise so ziemlich alle bekannten Klischees des in den letzten Jahren so erfolgreichen Psychopathen-Genres benutzt. Durch diese Anhäufung verlieren die Handlung an Glaubwürdigkeit und der Roman an Qualität. Fazit: Die Chemie stimmt nicht ganz in Die Chemie des Todes. --Christian Koch 5 Kundenrezensionen:Was macht eigentlich ein forensischer Anthropologe so den ganzen Tag ? 4 von 5 PunktenRichtig geraten: er ermittelt anhand allerlei Erkenntnissen, die er aus dem Zustand der Leiche erfährt (Art der Verwesung, Alter der Insekten etc.), die möglichst genaue Todeszeit, um der Polizei bei der Aufdeckung des jeweiligen Mordes zu helfen. Nicht so Dr. David Hunter - er "vergräbt" sich nach dem Unfalltod seiner Frau und Tochter lieber in der tiefsten englischen Provinz, um als einfacher Landarzt zu arbeiten. Das wäre ja nun keine Story wert, aber nach einer Weile wird dort eine stark verweste Leiche gefunden, und dann noch eine ! Wie dann Simon Beckett in seinem Debütroman die Situation des Arztes und der Landbewohner, gegeneinander und untereinander, beschreibt, ist schon 430 Seiten wert ! Sehr spannend, sehr subtil und sehr flüssig (gute Übersetzung) wird der Leser nicht nur über das jetzt etwas aus dem Ruder gelaufene, nicht mehr ganz so bedächtige Dorfleben informiert, sondern auch, wie die Polizeiarbeit in so ländlichen Gegenden abläuft (der Doktor wird gegen seinen Willen involviert) und wie zum Schluß der Fall aufgeklärt wird - nach einigen Irrungen und Wirrungen. Das geht leider nicht ganz ohne Klischees ab, ist aber trotzdem volle 4 Sterne wert. Die Fortsetzung "Kalte Asche" ist ein Muß ! Superspannend! 5 von 5 PunktenDas Buch ist eines der spannendsten, die ich gelesen haben. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, flüssig zu lesen. Für Krimi-Fans ein Muss! Spannend bis zum Schluss 5 von 5 PunktenDieses Buch hat mich wirklich gefesselt, es war so spannende, dass ich es kaum erwarten konnte nach der Arbeit zu dem Buch zu greifen. die Story ist sehr gut gestrickt und der autor beschreibt die Dinge so, als ob man dabei ist. Wow! 5 von 5 PunktenIch habe lange nicht mehr - um nicht zu sagen NOCH NIE - ein so packendes und spannendes Buch gelesen. An manchen Stellen klopfte mein Herz so laut, dass ich es in meinen Ohren hörte und mein Puls schnellte in die Höhe. Sowas habe ich noch nie bei einem Buch erlebt! Man kann es nicht aus der Hand legen, es lässt einen einfach nicht los. Für Fans von spannenden Krimi-Thrillern: Absolut lesenswert! Tolles Buch! 5 von 5 PunktenSuper spannendes Buch! Habe es in jeder freien Minute gelesen! Bin jetzt an "Kalte Asche" drann. |
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